Für die weltweite Ernährungssicherheit: Agrar-Fruchtwechsel- und Stilllegungsverpflichtungen auch 2024 und 2025 aussetzen

29.03.2023

Brief an Kommissionspräsidentin von der Leyen / Ähnliche Initiative auch im Deutschen Bundestag / Lebensmittelknappheit bleibt akut / Europa sollte alle Möglichkeiten nutzen, dem drohenden Hunger in der Welt entgegenzuwirken

Gemeinsam mit Kollegen aus Österreich und Italien fordern Abgeordnete der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament in einem Brief an Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine erneute Aussetzung der Fruchtwechsel- und Stilllegungsverpflichtungen innerhalb der Gemeinsamen Agrarpolitik für die Jahre 2024 und 2025. Dazu erklärt Norbert Lins (CDU), Vorsitzender des Agrarausschusses des Europäischen Parlaments und Hauptinitiator des Briefes:

"Die durch den Ukrainekrieg bedingten Herausforderungen für der Nahrungsmittelversorgung der Welt haben sich seit Kriegsbeginn nicht geändert. Prognosen sagen weiterhin eine deutlich reduzierte Weizenernte bei anhaltendem globalem Bevölkerungswachstum voraus. Zunehmende Dürren verschlimmern die Lage. Eine weltweite Lebensmittelknappheit wird somit auch in den nächsten Jahren ein hochakutes Thema bleiben. Europa sollte daher alle Möglichkeiten in Betracht ziehen, dem drohenden Hunger in der Welt entgegenzuwirken.

Mit einer erneuten Aussetzung der Fruchtwechsel- und vor allem der Stilllegungsverpflichtungen innerhalb der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) hat die Europäische Kommission es erneut in der Hand, dass Europa und unsere Landwirtschaft einen Baustein zur Linderung der Situation beitragen kann. Wir fordern die EU-Kommission nachdrücklich auf, dies für die kommenden beiden Jahre in die Wege zu leiten."

Hintergrund:
Eine vergleichbare Initiative wurde gestern Abend von der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag beschlossen und wird in dieser Woche in den Deutschen Bundestag eingebracht.

Für weitere Informationen:
Norbert Lins MdEP: +32 228 45819